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Steag - Vattenfall - Deal - Aktionsseite




Der schwedische Staatskonzern Vattenfall möchte seine Braunkohlesparte in der ostdeutschen Lausitz loswerden. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt seit Monaten die Geschäftsführung der Steag GmbH mit dem australischen Finanzinvestor Macquarie über ein Übernahmeangebot an Vattenfall. Die Steag, die im Besitz der Stadtwerke Dinslaken, Duisburg, Oberhausen, Essen, Bochum und Dortmund ist, hat eine dreistellige Millionensumme geboten. Von der Steag gab es bislang keine einzige Pressemitteilung dazu. Dabei soll der Deal mit den Schweden bis März 2016 abgeschlossen sein.

Vattenfall betreibt derzeit in Brandenburg und Sachsen fünf Braunkohle-Tagebaue und vier Braunkohle-Kraftwerke. Unter den Kraftwerken ist auch das Kraftwerk Jänschwalde, das in den letzten Jahren wegen seiner enormen CO2 Emissionen im Focus der Kritik stand. Mit ca. 24 Mio. t CO2 pro Jahr gehört Jänschwalde nach Neurath und Niederaußem zu den drei Kraftwerken mit den höchsten absoluten Emissionen in Deutschland. Europaweit belegte das Kraftwerk Jänschwalde 2014 Platz 4.

Wir halten die Überlegungen der Steag für grundlegend falsch und fordern die Steag auf, ihr Angebot an Vattenfall sofort zurückzuziehen!

  • Die Braunkohleverbrennung trägt maßgeblich zur Klimakrise bei. Mehr als 20% aller energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus Braunkohlekraftwerken. Die Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger überhaupt. Sollte die Steag jetzt in Braunkohleverbrennungsanlagen investieren, würde damit der Klimaschutz und die Energiewende konterkariert.
  • Die Förderung der Braunkohle erfolgt im Tagebauverfahren. Dafür wird die Landschaft auf vielen Quadratkilometern für immer zerstört – mitsamt allen Dörfern, Wäldern, Wiesen und Ackerböden, die sich über der Kohle befinden. Nach Angaben des BUND sind seit Ende des 2. Weltkriegs in Ost- und Westdeutschland insgesamt etwa 300 Ortschaften durch die Gewinnung der Braunkohle zerstört und mehr als 110.000 Menschen umgesiedelt worden. Eine Fläche von etwa 1.000 km2 wurde irreversibel zerstört. Sollte die Steag ihr Vorhaben umsetzten, ist sie maßgeblich für diese Zerstörung verantwortlich.
  • Wie auch andere große Energiekonzerne steckt Vattenfall in einer tiefen Krise. Das sture Festhalten an dem überkommenen Geschäftsmodell mit Kohle- und Atomenergie hat die Gewinnerwartungen der Konzerne erheblich geschmälert und die zukünftigen Milliardenkosten zur Überwindung der Umweltfolgen des Braunkohletagebaus sind schwer vorhersehbar. Die miserablen Geschäftsaussichten könnten im Falle eines Kaufs durch die Steag dazu führen, dass finanzielle Rückführungen der Stadtwerke an die Städte ausbleiben und lebenswichtige Zuschüsse für die Daseinsvorsorge gestrichen würden.

Unterzeichner:
Klimabündnis Niederrhein, Attac Niederrhein, Attac Duisburg, Attac Oberhausen, Attac Dortmund, Attac Kleve, BI Saubere Luft, Umweltforum Duisburg, Umweltgruppe West (Duisburg), Christoph von Derschau (Wesel), Rainer Lukaschek (Bottrop), Hanns-Jörg Rohwedder (MdL, Dortmund), DIE LINKE. im Rat der Stadt Bochum, Gerd Baßfeld (Fraktionvorsitzender der Linksfraktion Stadt Dinslaken), DIE LINKE.LISTE Ratsfraktion Oberhausen, Christian Winterberg (Schermbeck), Greenpeace Niederrhein, Sascha H. Wagner (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Kreistag Wesel), DIE LINKE. im Rat der Stadt Dinslaken, DIE LINKE. im Rat der Stadt Duisburg, die linksjugend ruhr, Niema Movassat (MdB DIE LINKE, Essen), Christian Leye (stellvertretender Landessprecher DIE LINKE. NRW), Michael Aggelidis (energiepolitischer Sprecher des Landesverbands DIE LINKE. NRW), BI gegen Umweltgifte Duisburg Nord e.V., Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr, Bündnis DEW kommunal Dortmund, Bündnis 90 / Die GRÜNEN Kreisverband Dortmund, Umweltgewerkschaftsgruppe Duisburg, Fossil Free Essen, Bündnis90/Die Grünen Ortsverband Rheinberg, Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Dinslaken, Ende Gelände, Sofortiger Atomausstieg (Sofa) Münster Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, Bürgerinitiative "Kein Atommüll in Ahaus", Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)

Hier ist der Flyer (pdf)!

 


 

Aktionen

Dienstag, 16. Februar um 14.00 Uhr vor dem Rathaus in DU, Umweltausschuss

Der Umweltausschuss der Stadt Duisburg hat sich gegen eine Beteiligung der Steag an Vattenfall ausgesprochen. Hier der Beschluss:

1. Die Übernahme oder finanzielle Beteiligung der STEAG an den ostdeutschen Braunkohle-Aktivitäten des Energieversorgers Vattenfall wird abgelehnt. Dazu gehört auch die Übernahme der Betriebsführung durch die STEAG.

2. Die Vertreter der Stadt Duisburg bzw. der Stadtwerke Duisburg im Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung der KSBG sowie der STEAG werden aufgefordert, gegen eine entsprechende Übernahme oder Beteiligung zu stimmen.

Hier gibt es noch weitere Fotos von der Aktion in Duisburg!

 

18. Februar, Dinslaken, Sondersitzung des Rates zum Steag-Vattenfall-Deal, 17.00 Uhr

Übergabe der über 500 Unterschriften gegen den Steag-Vattenfall-Deal an den Bürgermeister der Stadt Dinslaken

 

18. Februar, Dortmund, Ratssitzung, 15.00 Uhr, Es gibt zwei Anträge zum Steag-Vattenfall-Deal

Fotos gib es demnächst hier!


18. Februar, Dortmund, Protestaktion in Essen vor der Steag

Wasser, Wind und Sonne! Kohle in die Tonne!

Wie den Bürgermeistern, haben wir auch der Steag die mehr als 5000 Unterschriften gegen den Steag-Vattenfall-Deal überrreicht.

 


WeAct-Petition Dinslaken:


WeAct-Petition Duisburg:


WeAct-Petition Dortmund: